500 Euro Zuschuss für Einbau einer Pellet- oder Hackgutanlage
Österreichischer Biomasse-Verband begrüßt Holzkessel-Förderung
Einen
weiteren Schritt in Richtung Energieautarkie setzen die Bundesminister
Niki Berlakovich und Doris Bures als Eigentümervertreter des Klima- und
Energiefonds mit der Förderung des Austausches von fossilen Heizsystemen
auf erneuerbare Holzfeuerungen oder auch den Einstieg in das Heizen mit
Holz. „Die Förderaktion ist ein wichtiges Signal für die gesamte
Biomasse-Branche. Damit werden neue green jobs geschaffen und die
CO2-Emissionen weiter reduziert“, lobte Horst Jauschnegg, Vorsitzender
des Österreichischen Biomasse-Verbandes, die Entscheidung. „Auch die
Geldbörse der Österreicher wird langfristig mit dem Umstieg von fossil
auf erneuerbar geschont.“ Während die Heizölpreise im Vorjahr um rund 23
% stiegen, blieben die Pellets-, Hackgut- und Scheitholzpreise
vergleichsweise konstant. Die Preisschere von Heizöl öffnet sich weiter
zugunsten von Holz. 2010 betrug beispielsweise die Preisdifferenz
zwischen Hackgut und Heizöl durchschnittlich 60 %. Bei einem gut
gedämmten Haus ergibt sich dadurch aktuell ein Preisvorteil von etwa 700
Euro pro Jahr. Bei älteren Häusern kann dieser bis auf 3000 Euro pro
Jahr anwachsen.
Details zur Förderaktion. Der Kauf eines
Holzheizsystems wird mit 500 Euro pauschal gefördert. Das Geld stellt
der Klima- und Energiefonds im Rahmen seiner
Marktdurchdringungsprogramme über die KPC zur Verfügung. Die Förderung
ist für heuer mit 3 Millionen Euro gedeckelt, wodurch zumindest 6000
Österreicher oder Familien finanziell unterstützt werden. Neben Pellets-
und Hackgut-Heizkesseln sind auch vollautomatische Pellets-Kaminöfen in
der Aktion inkludiert. Ausgenommen aus der Förderung ist die Feuerung
mit klassischem Scheitholz, die beispielsweise bei Kamin- oder
Kachelöfen zum Einsatz kommt. Eine Kombination mit dem Sanierungscheck
ist nicht möglich, jedoch können eventuelle Landesförderungen in
Anspruch genommen werden.
„Wir begrüßen das eindeutige Bekenntnis
der Bundesregierung für die Biomasse-Energiebranche und unterstützen
auch Bundesminister Niki Berlakovich auf seinem Weg zur Energieautarkie
2050, die ohne die Biomasse-Nutzung nicht möglich ist“, ergänzt
Jauschnegg. „Ferner ist uns auch die Feststellung des Bundesministers
wichtig, dass die Förderung der fossilen Heizanlagen der falsche Weg
ist.“
Quelle: Österreichischer Biomasseverband, www.biomasseverband.at
